Eines der prägendsten Veranstaltungen zur Gründung des Jugend-Einsatz-Teams ist eine Schlauchbootabfahrt auf der Elbe. Seitdem ist diese zur jährlichen Tradition geworden, welche wir am 22. Juni wiederholten. Mit dem für uns eher ungewöhnlichen Rettungsmittel geht es vom Anleger der Elbfähre in Kötitz flussabwärts bis nach Meißen zu den Brücken. Aber von vorne…
Bevor es losgehen kann, sind einige Schritte auf festem Boden nötig. Am Anleger angekommen muss das noch zusammengefaltete Schlauchboot erstmal aus dem Auto geladen und ausgebreitet werden. Anschließend können die drei Luftkammern durch eine mechanische Pumpe mühsam gefüllt werden oder, viel einfacher und schneller, mit einer Druckluftflasche gefüllt werden. Nachdem ersteres zu lange gedauert hat wurde dann zur schnelleren Lösung übergegangen. Bevor das Boot allerdings vollständig aufgepumpt ist, muss der Holzboden eingelegt werden. Dabei sollte man darauf achten, dass schon etwas Luft im Schlauch vorhanden ist, sodass das Boot eine grobe Form hat, allerdings nicht zu viel, denn dies würde die Verlegung des Bodens verhindern. Der Schlauch des Bootes besteht zur Sicherheit aus drei Kammern, da das Boot dann bei einem Defekt einer Luftkammer dennoch schwimmen kann. Danach kann das Boot endlich ins Wasser gelassen und besetzt werden. Maximal acht Personen sowie ein Steuermann sind zu empfehlen. Mit je einem Paddel in der Hand geht es los – und das ist gar nicht mal so einfach. Jeder muss im gleichen Takt paddeln, sonst geht es nach links und rechts und wieder zurück, allerdings nicht gerade aus. Der Steuermann ist daher für die Koordination essentiell und für die Steuerung zuständig. Im gefundenen Rhythmus ging es elbabwärts, daher war immerhin der Antrieb gesichert etwas gesichert, obwohl man durch den Gegenwind noch immer stark zu kämpfen hatte. Gute 2,5 Stunden dauerte es bis zur Ankunft an den Meißner Elbbrücken, in denen man Einiges erleben konnte, z. B. das Verhalten einiger Enten und Schwäne. Letzterer begleitete uns ungefähr die halbe Strecke. Wollte er auch was vom Grill abbekommen? Am Ziel angekommen, muss das Schlauchboot wieder aus dem Wasser geholt und gefaltet werden – der gleiche Prozess wie zu Beginn, nur in der umgekehrten Reihenfolge. Die Reinigung und Trocknung darf natürlich auch nicht fehlen, findet in der Regel jedoch auf dem Vereinsgelände statt.
Um den Tag ausklingen zu lassen, gab es anschließend noch Bratwurst im Brötchen vom Grill auf unserem Gelände.